Das neue Notstromaggregat

Ein weiterer Meilenstein im kommunalen Katastrophenschutz

NotstromaggregatEinweisungDas Szenario eines flächendeckenden "Blackouts" für mehrere Wochen wird in der Presse immer wieder thematisiert und ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Experten meinen: Es ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann. Und deshalb ist es wichtig, vorbereitet zu sein.

Eines ist sicher: Eine kontinuierliche Versorgung mit Strom ist keine Selbstverständlichkeit: Wetterextreme wie Stürme oder Hochwasser, aber auch terroristische Akte können auch im 21. Jahrhundert in einer hochentwickelten Nation wie Deutschland zu länger anhaltenden Stromausfällen führen. Das Krisenmanagement vor Ort wird dann in entscheidendem Maße vom Rathaus aus koordiniert werden müssen. Um hier dann handlungsfähig zu sein wurde das Gebäude mit einer Außensteckdose versehen, über die das Rathaus mit Notstrom versorgt werden kann. In der Sitzung vom 30.07.2019 beschloss der Gemeinderat deshalb auf Vorschlag der Verwaltung, ein großes, mobiles Notstromaggregat für Rathaus und Wasserversorgung zu bestellen.

Am 22.07.2020 war es dann soweit: Der bestellte mobile Notstromerzeuger 100 kVA auf Tandem-Anhänger wurde von einem hessischen Unternehmen nach Ellmendingen geliefert. Bauhofleiter Michael Pudlat, stv. Bauamtsleiter Peter Dörr und Hauptamtsleiter Steffen Riegsinger nahmen vor dem Rathaus in Ellmendingen mit weiteren Mitarbeitern des gemeindlichen Bereitschaftsdienstes das neue Gerät in Empfang, besichtigten mit Herrn Doherr von POLYMA die Maschine und ließen sich dessen Funktionsweise erläutern. Im Anschluss wurde das Aggregat zum Tiefbrunnen des Wasserversorgungsverbands gezogen, um dort einen richtigen Funktionstest zu machen. Die Pumpen der Wasserversorgung wurden dazu kurzzeitig außer Betrieb genommen, um dann mit selbst erzeugter Power aus dem neuen Notstromaggregat wieder hochgefahren zu werden, was reibungslos funktionierte. So könnte dann also in Zukunft die Trinkwasserversorgung auch bei einem längeren Stromausfall sichergestellt werden.

Letzten Freitag erfolgte dann der Test an der Außensteckdose des Rathauses. Auch hier konnte der neue Stromerzeuger seine Leistung unter Beweis stellen. Damit ist die Gemeinde Keltern auf einem guten Weg zu mehr Versorgungssicherheit im Krisenfall. Ein nächster Schritt wird voraussichtlich der Neuaufbau eines Sirenennetzes sein – der Gemeinderat soll darüber in der öffentlichen Sitzung am 22.09.2020 beraten und beschließen.